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Bedürfnisorientierte Pädagogik ist mehr als der Versuch, Kindern jeden Wunsch zu erfüllen – sie ist eine Haltung, die genau hinschaut: Was braucht dieses Kind gerade wirklich? Und was brauchen die Gruppe, das Kita-Team, die Familien im Alltag? Die neue Ausgabe der pädagogischen Fachzeitschrift klein&groß nimmt dieses Spannungsfeld in den Blick und zeigt, wie BoP in der Kita gelingen kann, ohne pädagogische Fachkräfte zu überfordern oder Grenzen aus dem Blick zu verlieren. Florian Esser-Greassidis fragt, warum wir scheitern, wenn wir Kindern alles recht machen wollen. Nicole Wilhelm zeigt, wie bedürfnisorientierte Begleitung im Kita-Alltag funktionieren kann, damit es allen gut geht. Und Kathrin Hohmann und Lea Wedewardt machen Mut, eine neue Haltung Schritt für Schritt im Team zu verankern.
Über Regeln wird gerade viel gesprochen – sei es in politischen Debatten, in unserem Alltag oder eben auch in der Kita. Wir brauchen sie, um friedlich zusammenleben zu können. Das steht außer Frage. Aber … wie viel Regulierung darf’s denn sein? Schaffen sie wirklich immer einen orientierenden Rahmen? Oder manchmal doch eher ein zu enges Korsett? Diesen und vielen weiteren Fragen sind wir in der aktuellen TPS nachgegangen. Begleiten Sie uns auf unserer Expedition durch den Regel-Dschungel!
Lieder begleiten den Kita-Alltag: beim Ankommen, Aufräumen, Trösten, Feiern oder einfach zwischendurch. Diese Ausgabe macht Lust darauf, Musik wieder ganz bewusst in den pädagogischen Alltag zu holen. Denn gemeinsam singen macht Spaß! Matheo Bucher zeigt, wie du passende Lieder auswählst und warum diese Aufgabe mehr ist als nur Geschmackssache. Nepomuk Riva richtet den Blick auf ausgrenzende Liedtexte und fragt, welche Musik heute wirklich zu einer Kita passt, in der sich alle Kinder gesehen fühlen. Und mit „Bruder Jakob, schläfst du noch?“ wird ein bekannter Klassiker neu entdeckt – frisch, reflektiert und direkt anschlussfähig für die Praxis.
Freiheit ermöglichen, nicht einschränken – das versteht die moderne Pädagogik als ihre Aufgabe. Ganz ohne Autorität geht das allerdings nicht. Darin sind sich die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe einig. Aber … wie viel davon ist eigentlich förderlich? Und wie sieht es in diesem Zusammenhang mit dem Thema Macht aus? Freuen Sie sich auf eine spannende Spurensuche mit Ihrer neuen TPS.
Inklusion in der Kita ist mehr als ein Schlagwort – sie ist eine Haltung, die den pädagogischen Alltag von Erzieher:innen und Teams grundlegend prägt. Genau hier setzen wir an: Florian Esser-Greassidis fragt, wer eigentlich „drin“ ist und wer „raus“, und eröffnet eine kluge Auseinandersetzung mit Inklusion zwischen Zuschreibung, Anspruch und Selbstbestimmung. Elke Schlösser richtet den Blick auf Familien mit chronisch kranken Kindern und zeigt, wie echte Unterstützung in der Kita gelingen kann. Im Gespräch mit dem Verein Eltern beraten Eltern wird deutlich, warum Offenheit, Lernbereitschaft und gute Fehlerkultur für gelebte Inklusion unverzichtbar sind. Tina Meffert erweitert den Schwerpunkt mit einem wichtigen Beitrag über psychische Erkrankungen bei Fachkräften – und macht sichtbar, wie sehr Inklusion auch die Arbeitswelt von pädagogischen Fachkräften betrifft.
Mamas und Papas strömen zum Elternabend, wo das Kita-Team über Aktuelles informiert und Vorträge zu Ernährung, Vorschule oder Kita-Aktivitäten hält. – Das war gestern. Heute müssen wir andere Formate finden, um Familien zu erreichen: Brotdosenimpuls statt Infozettel, Speeddating statt Termingespräch, zwischendurch statt abends. Elternbildung muss flexibel, alltagsnah und beziehungsorientiert sein. Und: Sie muss auf Augenhöhe und im Dialog stattfinden.
Die Meinungen und Ratschläge über Bildung und Erziehung sind aktuell so divers wie widersprüchlich. Das zeigt sich auch auf Social Media. Junge Mütter und Väter fühlen sich oft verunsichert.
Lassen wir sie nicht allein mit ihren Fragen. Diese Mappe enthält Augenöffner und Denkanstöße dazu. Und sie fragt: Was bewegt die Eltern aktuell? Und wie und wann erreichen wir die jungen Familien?