Wir hören und lauschen – Spiele und Experimente zu den Sinnen

Riechen, Schmecken, Hören, Sehen, Tasten – das sind unsere fünf Sinne, mit deren Hilfe wir die Umwelt wahrnehmen und uns in ihr zurechtfinden. Hierzu brauchen wir bestimmte Organe: Die Augen sehen, die Ohren hören, die Nase riecht, die Zunge schmeckt und die Haut fühlt und tastet. Man nennt die Organe, die jeweils einem der Sinne zugeordnet sind, deshalb auch Sinnesorgane. Die Sinnesorgane arbeiten mit dem Gehirn zusammen: Sie nehmen Reize aus der Umwelt auf, das Gehirn wertet sie aus.

Text: Dr. Corinna Weinert, Illustration: Goossens

Info

  • Alter: 4–6 Jahre
  • Zeit: 1–2 Stunden
  • Gruppe: 8–10 Kinder
  • Ort: Kindergarten

1. Trichterohren

Sie brauchen:

  • 1 DIN-A4-Bogen Pappe für jedes Kind
  • Klebeband

So geht es:

Die Kinder basteln aus der Pappe einen großen Trichter. Sie rollen die Pappe kegelförmig ein und fixieren sie am spitzen Ende mit Klebeband. Sie halten dann den Trichter an eines ihrer Ohren und versuchen, einen Unterschied zwischen dem Hören mit und dem Hören ohne Trichter zu erkennen.

Erklärung:

Der Trichter fängt den Schall mit seiner großen Öffnung auf und leitet ihn in den kleinen Hals weiter. Unsere Ohrmuschel funktioniert wie der Trichter: Durch ihre Anatomie kann sie Schall aus verschiedenen Richtungen aufnehmen, verstärken und in den enger werdenden Gehörgang weiterleiten.

2. Schall sichtbar machen

Sie brauchen:

  • 1 Glas mit Wasser
  • 1 Stimmgabel

So geht es:

Stellen Sie das halbvolle Glas auf den Tisch. Warten Sie, bis sich die Oberfläche des Wassers beruhigt hat. Schlagen Sie dann die Stimmgabel an und tauchen Sie diese mit den Enden der Zinken in das Wasser. Kleine Wellenbewegungen werden sichtbar.

Erklärung:

Die Schwingung der Zinken wird auf das Wasser übertragen und in Form von Wellenbewegungen sichtbar gemacht.

3. Dosen im Gleichklang – Geräuschememory

Sie brauchen:

  • 10 kleine, undurchsichtige Dosen (z. B. Kapseln von Überraschungseiern)
  • Materialien, die unterschiedliche Geräusche erzeugen, wenn man die Döschen schüttelt (z. B. Büroklammern, getrocknete Bohnen, Erbsen, Linsen, Mais, Reis, Holzperlen, Sand, Salz etc.)

So geht es:

Füllen Sie jeweils in zwei der Döschen die gleichen Dinge (maximal zu einem Drittel füllen). Verschließen Sie die Döschen und prüfen Sie dann, ob die Geräusche, die sich damit durch Schütteln erzeugen lassen, gut zu unterscheiden sind. Die Kinder sollen nun herausfinden, welche der Döschen Paare sind.

Erklärung:

Unsere Ohren sind in der Lage, Geräusche sehr genau zu differenzieren.

4. Geräusche-Wirrwarr

Sie brauchen:

  • 1 Augenbinde
  • diverse Instrumente (Glocke, Kastagnetten, Rassel, Tröte, Triangel, Trillerpfeife, Trommel etc.)

So geht es:

Eines der Kinder bekommt die Augen verbunden. Die anderen Kinder stellen sich um es herum im Kreis auf. Sie erhalten jeweils ein Instrument, das sie auf Ihr Signal hin spielen. Das Kind in der Kreismitte erhält den Auftrag, ein ganz bestimmtes Instrument, das es am Klang identifiziert, zu suchen. Die Kinder dürfen sich nacheinander als Geräuschexperten erproben.

Erklärung:

Wir haben die Fähigkeit zu selektivem Hören. Unsere Ohren sind in der Lage, Geräusche in einem Geräusche-Wirrwarr zu identifizieren. So können wir z. B. auf einer Feier, auf der viele Menschen durcheinanderreden, die Worte der Person, mit der wir uns gerade unterhalten, ganz genau wahrnehmen und die anderen Geräusche ausblenden.

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