Digitale Medien in der Kita

Computer & Co. – wir lernen, mit digitalen Medien sinnvoll umzugehen

Warum Computer und digitale Medien schon im Kindergarten? Sie werden in Ihrer Einrichtung sicher immer wieder mit Eltern konfrontiert, die den Einsatz digitaler Medien in der Kita ablehnen. Andere hingegen machen sich keine oder nur wenig Gedanken darüber und nutzen die Möglichkeiten von Handy, Tablet und Co. auch gern, um Kinder abzulenken oder ruhig zu stellen. Es ist jedoch wichtig, dass Kinder einen besonnenen Umgang mit den Neuen Medien erlernen.

Text: Marion Bischoff, Bild. Ariel Skelley/ Gettyimages

Info:

  • Alter: 4-6 Jahre in einer altersgemischten Gruppe
  • Gruppe: 6-8 Kinder

Zusätzliches Material – digitale Medien:

PC, Laptop, Tablet, Smartphone, E-Book-Reader

Warum Computer schon im Kindergarten?

Sie werden in Ihrer Einrichtung sicher immer wieder mit Eltern konfrontiert, die den Einsatz Neuer Medien in der Kita ablehnen. Andere hingegen machen sich keine oder nur wenig Gedanken darüber und nutzen die Möglichkeiten von Handy, Tablet und Co. auch gern, um Kinder abzulenken oder ruhig zu stellen.

Für Kinder sind diese digitalen Medien also oft Spielgeräte oder auch der Ersatz eines Spielpartners. Es ist jedoch wichtig, dass Kinder einen besonnenen Umgang mit den Neuen digitalen Medien erlernen. Diese Geräte sollen nämlich gezielt als Wissensbeschaffer und Arbeitsinstrumente genutzt und wahrgenommen werden. Zugleich sollten die Kinder wissen, wie man mit dem Computer Dinge lernt, weil dieses Lernen anders als bei einem Brettspiel oder Puzzle geschieht.

Lernen mit digitalen Medien umzugehen

Alles in allem sollte Kindern die Chance des Lernens mit elektronischen Medien dargelegt werden. Dabei gilt es, auch auf einen adäquaten Umgang zu achten und Risiken zu benennen. Denn trotz der wertvollen Aspekte der Nutzung von digitalen Medien ist die Gefahr der Abhängigkeit durchaus gegeben. Und so gilt es, mit den Kindern Regeln zu erarbeiten.

Mit diesem Projekt lernen die Kinder die Nutzungsmöglichkeiten von verschiedenen digitalen Medien kennen, sie eignen sich die wichtigsten Schritte zur richtigen Bedienung an und machen zum Schluss einen „Computerführerschein“, der sie zu „offiziellen“ Computernutzern qualifiziert.

Vorbereitung:

Stellen Sie alle Geräte gut sichtbar auf einen Tisch. Legen Sie das benötigte Zubehör (Ladekabel, Maus etc.) bereit.

Kopieren Sie das Ankreuzbild „Zu welchem Gerät passt das?“ (Download am Ende des Beitrags) in der Anzahl der Kinder.

Tipp:

Wenn Sie Geräte und digitale Medien ausleihen, wird sicherlich die Versicherungsfrage im Falle einer Beschädigung aufkommen. Normalerweise ist die Einrichtung in solchen Fällen durch eine Haftpflichtversicherung abgesichert. Es ist trotzdem sinnvoll, vorab mit dem Träger zu klären, was im Fall der Fälle geschieht

Durchführung:

Schritt 1 – wir lernen digitale Medien kennen

Setzen Sie sich um Ihren vorbereiteten Tisch und fragen Sie die Kinder, welche der hier verfügbaren Geräte sie kennen. Nutzen Sie das Gespräch, um sich mit den Kindern darüber auszutauschen, welche Geräte sie zu Hause schon gesehen haben und wofür diese benutzt werden.

Danach schauen Sie mit den Mädchen und Jungen nach, was bei allen Geräten gleich ist und wo es Unterschiede gibt. Zeigen Sie den Einschaltknopf, der zwar unterschiedlich aussehen kann, aber immer mit dem gleichen Zeichen belegt ist.

Strom brauchen alle Geräte zum Funktionieren. Allerdings muss man dabei unterscheiden, ob sie ein Kabel zum Aufladen oder zum Betrieb benötigen. Fragen Sie die Gruppe, warum das so ist. Wenn die Kinder nicht selbst auf die Lösung kommen, erklären Sie, dass portable Geräte mit einem Akku ausgestattet sind, den man aufladen kann. Der Computer hingegen braucht immer Strom, so wie der Fernseher oder das Radio.

Welche Geräte haben eine Tastatur?

Welche Geräte haben eine Tastatur? Auch hier schauen die Mädchen und Jungen nach und stellen fest, dass beim Tablet oder beim Handy zwar auch eine Tastatur vorhanden ist, diese jedoch in den Bildschirm integriert ist. Anders ist es beim Laptop oder beim Computer. Die Unterschiede in Größe und Gewicht sollten die Mädchen und Jungen ebenfalls thematisieren, sodass sie hinterher auch erklären können, warum sich manche Geräte zum Mitnehmen eignen und andere nicht.

Nach dem Gespräch füllen die Kinder M 3 aus. Sie sollten dabei, jedes Gerät mit seinen Zubehörteilen und Bedienelementen mit Linien verbinden. Stellen Sie Impulsfragen: Welches Zubehör gehört zu vielen Geräten? Was ist das Wichtigste für die Geräte? Die Kinder erkennen so, welche Geräte welches Teil brauchen.

Schritt 2 – was macht man mit dem Computer?

Im Anschluss sammeln Sie Ideen und Wünsche der Kinder, wie sie gern den Computer nutzen würden. Anhand dieser Ideen wählen Sie pädagogisch wertvolle Spiele/ Programme aus, die Sie installieren und in den nächsten Tagen den Kindern zur Nutzung anbieten.

Sprechen Sie außerdem mit den Kindern darüber, dass man sich mithilfe des Computers und anhand der richtigen Programme oder Internetseiten neues Wissen aneignen kann. Man kann sich zum Beispiel über etwas Bestimmtes informieren oder die Nachrichten lesen.

Geben Sie als Beispiel an, dass die Kinder im Garten etwas entdecken, was sie nicht kennen. Wo könnte man nach Informationen über das Tier, die Pflanze etc. suchen? Dafür eignen sich die Kinderlexika-Apps sehr gut.

Tipps:

Wir empfehlen folgende Webseiten bzw. Apps oder Kinderlexika:

  • Emil und Pauline in der Stadt (https://www.emil-und-pauline.de)
    Mit Suchspielen, Rätseln und Wimmelbildern gehen die Kinder ab vier Jahren auf eine spannende Entdeckungstour durch die Stadt (kostenpflichtig).
  • Logik Spielplatz. Mit Spielen rund ums Zuordnen, Zählen und Sortieren (kostenpflichtig)
  • Spielplatz 1 – Best of Edition. Zum Malen und kreativen Gestalten, mit Wimmelbildern, Puzzles, Suchbildern, Malbuch, Tierklavier etc. (kostenpflichtig)
  • https://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/apps-fuer-kinder-angebote-und-trendanalysen/datenbank-apps-fuer-kinder.html
    Auf den Seiten des Deutschen Jugendinstituts gibt es viele weitere geprüfte Apps. Dort wird auch noch einmal darauf verwiesen, dass man sich nicht auf die Vorgaben der App-Entwickler und Verkäufer verlassen soll. Besonders die Altersangaben nämlich sind häufig nicht passend.

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