02.07.2019
Yvonne Wagner
Redaktion

Vom Bauernhof in den Supermarkt – Woher kommt die Milch?

Alle Kinder trinken von Geburt an Milch. Manche bekommen Muttermilch, andere aus Pulver angerührte Babymilch. Später gibt es dann die Milch meist aus dem Supermarkt, abgefüllt in Pappkartons (= Tetra Pak) oder in Flaschen. Wenige Kinder haben die Gelegenheit, Milch ganz frisch zu trinken – gemolken von Kuh, Ziege oder Schaf. Kinder, die in der Stadt leben, wissen nur noch selten, wie die Milch in den Supermarktkommt. Wo sollen sie es lernen? Kuhweiden gibt es selbst auf dem Land immer weniger. Mit diesem Angebot lernen die Kleinen in der Kita, woher Milch kommt und wie sie schließlich auf dem Tisch landet.

Die Materialien M1 und M2 finden Sie im RAAbitskindergarten 3-6 Jahre.

Info:

Alter: 3 bis 6 Jahren

Material:

  • Woher kommt die Milch? – Bildkarten zum Ausschneiden und Kopieren (Die Bildkarten finden sie im Ordner RAAbits Kindergarten 3-6 )

Vorbereitung:

Lesen Sie sich die Informationen "Gut zu wissen" gründlich durch. Machen Sie sich mit den Bildkarten (M 1) vertraut.

Gut zu wissen - alles über die Milch

Milch von Milchkühen

Milch wird aus den Milchdrüsen der Säugetiere gewonnen und ist ursprünglich als Nahrung für die Jungtiere gedacht. Damit Kühe, Schafe und Ziegen, die bei uns für die Milchproduktion verwendet werden, ausreichend Milch produzieren, müssen sie regelmäßig Jungtiere zur Welt bringen. Die Milch der Kühe wird dann gemolken, und die Kälber bekommen stattdessen eine flüssige Ersatznahrung.

Artgerechte Haltung

Wer möchte, dass die Milchtiere artgerecht gehalten werden und somit ein relativ schönes Leben haben, während sie unsere Milch produzieren, sollte beim Milchkauf auf Bioqualität achten. Die Haltung von Milchkühen ist seit einiger Zeit auch in der konventionellen Landwirtschaft tierfreundlicher geworden. So stehen sie nicht mehr einzeln in Zellen von Ställen, sondern in Freilaufställen oder sogar auf Weiden, um dort frisches Gras zu fressen.

Woraus besteht eigentlich Milch?

Milch besteht aus Wasser, Milchfett, Milchzucker und Proteinen (= Eiweißen). Die Anteile variieren je nach Tierart und Ernährung des Tieres. Milch, frisch von der Kuh, hat einen Fettgehalt von ca. 4,2 %. Für die Milchsorten, die wir im Supermarkt finden, wird der Fettgehalt reduziert. Üblich sind 3,5 % bei Vollmilch und 1,5 % bei fettarmer Milch.

Ist Milch gesund?

Milch, in Maßen getrunken und vor allem bewusst genossen, trägt zur reichhaltigen Ernährung bei. Milch enthält viel Kalzium. Außerdem ist darin ein Stoff, den man Eiweiß nennt. Das hat mit dem Weiß aus dem Ei nicht so viel zu tun. Eiweiß braucht der Körper, um seine Zellen bilden zu können. Außerdem enthält Milch einige Vitamine, die sich positiv auf den Nährstoffhaushalt auswirken.

Alternativen zu Kuhmilch und anderen tierischen Milchsorten sind Getreidemilcharten wie Hafermilch, Sojamilch oder Reismilch. Bei den Sorten muss besonders auf die Bioqualität geachtet werden, da nur hier gewährleistet ist, dass die Produkte frei von giftigen Inhaltsstoffen sowie ohne Gentechnik erzeugt wurden.

Was kann alles aus Milch gemacht werden?

Aus Milch können viele Produkte hergestellt werden. Bekannt sind Kindern vor allem Käse, Sahne, Joghurt und Eis. Aus Sahne wird wiederum Butter gewonnen, aus Butter Butterschmalz usw.

Für die Herstellung so verschiedener Milchprodukte wie Dickmilch, Quark und Käse spielen Säuerungskulturen eine große Rolle. Sie erzeugen Milchsäure. Diese Milchsäure bewirkt, dass der pH-Wert der Milch sinkt – infolgedessen flockt das Eiweiß dann aus.

Je nach Art und Stamm der eingesetzten Kulturen entstehen so verschiedene Milchprodukte. Die einzelnen Bakterienstämme heben verschiedene Geschmacksrichtungen der Milchprodukte hervor. Für jeden Anwendungszweck existieren spezielle Kulturen.

Käseherstellung

Bei der Herstellung von Frischkäse zersetzen Milchsäurebakterien den Milchzucker. Hierdurch erfolgt eine Säuerung, sodass das Eiweiß ausflockt. Bei der Herstellung von Hartkäse gibt man Lab zu, ein Enzym aus dem Magen der Kälber, das heute aber in der Regel im Labor hergestellt wird. Lab bewirkt, dass das Milcheiweiß ausflockt, ohne dass eine Säuerung stattfindet.

Bildkarten zur Herkunft von Milch besprechen

Die Kinder treffen sich im Morgenkreis. Fragen Sie die Mädchen und Jungen, wie eigentlich die Milch vom Bauernhof in den Supermarkt kommt. Haben die Kinder eine Ahnung? Lassen Sie sie erzählen, was sie bereits wissen. Zeigen Sie ihnen dann die Bildkarten (M 1) und besprechen Sie mit ihnen den Weg der Milch – von der Kuh bis zum Supermarkt. Sie finden als zusätzliche Hilfestellung für mögliche Kinderfragen Informationen im Materialteil M 2 im RAAbits Kindergarten 3-6 Jahre..

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