19.10.2021
Astrid Sult
MissTuni // GettyImages

Leitfaden zur Erstellung einer Konzeption

Eine Konzeption hat viele Funktionen: Sie stellen damit sich und Ihre Arbeit interessierten Eltern vor. Mit diesem Leitfaden gelingt Ihnen im Nu eine Konzeption, die Ihnen und ihrer Außendarstellung hilft.

1. Deckblatt

Name, Adresse, Telefon, E-Mail-Adresse, ggf. Homepage, Datum der Erstellung der Konzeption, ggf. Foto

2. Inhaltsverzeichnis

mit Seitennummerierung

3. Vorwort

An wen wendet sich die Konzeption, was soll sie vermitteln?

4. Vorstellung der Kindertagespflegestelle

Seit wann gibt es die Kindertagespflegestelle, Größe, Öffnungszeiten, Beschreibung der Lage und Räumlichkeiten, Spezifisches der Kindertagespflegestelle, weitere Rahmenbedingungen, weitere Betreuungspersonen, Vertretungsregelungen bei Urlaub und Krankheit

5. Vorstellung der Kindertagespflegeperson

Kurzer Lebenslauf – Motivation für die Tätigkeit, Familienangehörige (evtl. eigene Kinder, Tiere oder …), persönlichen Stärken in der Arbeit mit Kindern

6. Ziele für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Begründung

das Bild vom Kind/Bildungsverständnis, Werte und Normen im Umgang mit Kindern, Entwicklungsbedingungen und -möglichkeiten des einzelnen Kindes, Rechte und Partizipation des einzelnen Kindes, Individualität und eigene Interessen in Bezug auf Erwachsene und die Kindergruppe, soziale Kontakte zwischen den Kindern und zwischen Kindern und Erwachsenen, die Bedeutung der Gruppe für das einzelne Kind, Konfliktlösungen, Regeln, Freiräume, Erziehungsvorstellungen, Unterstützung der Ausscheidungsautonomie

7. Umsetzung des Bildungsprogramms

Erfahrungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Kindertagespflegestelle zu den einzelnen Bildungsbereichen, Bedeutung des Spiels, Förderung der sprachlichen Entwicklung, Formen pädagogischer Arbeit (Freispiel, Projekte, Angebote, Außenaktivitäten)

8. Beobachten und Dokumentieren

Sinn und Zweck von Beobachtung und Dokumentation, Formen der Dokumentation (Arbeit mit Portfolio, Bildungs- und Lerngeschichten, Entwicklungstabellen o. Ä.)

9. Organisation der pädagogischen Angebote

evtl. Schilderung eines typischen Tagesablaufs

10. Gestaltung von Übergängen

Bedeutung von Eingewöhnung und Abschied, Verlauf und unterstützende Rituale, Rolle der Kindertagespflegeperson in diesem Prozess

11. Erziehungspartnerschaft

Formen und Gestaltung der Zusammenarbeit mit Eltern, Erwartungen und Angebote

12. Kooperation/Qualitätssicherung

Andere Tagespflegepersonen und Institutionen in der Region, Arbeitskreise/Vereine, Behörden, Besuch von Fortbildungen Anhang: …

Außerdem:

Einverständniserklärung der Eltern für die Veröffentlichung von Fotos (keine Fotos benutzen, auf denen Kinder nackt sind, schlafen oder beim Toilettengang zu sehen sind) Ggf. Referenzen von Eltern  Vielleicht treffen nicht alle genannten Punkte in dem Leitfaden auf Sie und Ihre Kindertagespflegestelle zu. Schreiben Sie nur auf, was sie wirklich vertreten können und wovon sie überzeugt sind, dass es Ihnen und Ihrer Persönlichkeit entspricht. Und wenn Sie nicht gleich die richtigen Worte finden, fragen Sie Ihnen nahestehende Personen, die Sie und Ihre Arbeit kennen, wie sie Sie am besten beschreiben würden. Auch die eigenen Gedanken und Ideen einer anderen Person zu schildern, die diese dann für Sie aufschreibt, kann hilfreich sein. Wenn Sie keinen Anfang finden, können Sie sich sicherlich das eine oder andere Beispiel im Internet anschauen, aber schreiben Sie nicht ab. Auch wenn es sich nicht um eine Doktorarbeit handelt, darf es kein Plagiat sein, denn es ist wichtig, dass Sie in jedem Fall Ihre eigenen Gedanken zu Papier bringen, und in jedem Fall sollten Sie sich damit identifizieren. Viel Erfolg!

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