Zunge raus und Lippen spitzen – mit Gummibärchen die Mundmuskulatur trainieren

Eine gut ausgebildete Mundmuskulatur ist die Voraussetzung für eine klare Aussprache. Mit dem gezielten Ablecken eines Gummibärchens trainieren Ihre Kinder vor allem die Muskulatur der Zunge.Kraft, Beweglichkeit und Berührungsempfinden werden auf diese Weise geschult. Die Kinder brauchen eine gute Zungenmuskulatur, um die Zungenlaute l, n und r und die Laute s, z und schrichtig zu bilden. Auch für das Kauen, Schlucken und Saugen brauchen sie eine gut funktionierende Zunge.

Text: Anja Pfirsig

Info:

Alter: 4 bis 6 Jahre

Material:

  • 1 Tüte Gummibärchen
  • 1 Schüssel für die Gummibärchen
  • 1 Tuch zum Abdecken der Schüssel
  • 1 Zahnstocher für jedes Kind (und einige als Ersatz)

Durchführung – Gummibärchenwäsche

Füllen Sie zuerst die Gummibärchen in eine Schüssel. Decken Sie diese mit einem Tuch zu. Die Kinder sollen noch nicht wissen, was in der Schüssel ist.

Erzählen Sie zur Einführung die untenstehende Geschichte: Gummibärchen auf Entdeckungsreise. Wenn Sie mit der Geschichte fertig sind: Fragen Sie die Kinder, was sie sich unter einer Waschanlage für Gummibärchen vorstellen. Erklären Sie ihnen, dass Autos in einer Waschanlage sehr gründlich gereinigt werden: Aus allen Richtungen kommen Bürsten und Schrubber.
  
Holen Sie anschließend die Schüssel mit den Gummibärchen hervor. Lassen Sie die Kinder raten, was sich unter dem Tuch befindet. Falls die Kinder nicht alleine darauf kommen, erzählen Sie, dass Ihnen heute morgen diese Gummibärchen begegnet sind. Sagen Sie, dass die Bärchen unbedingt gewaschen werden müssen.

Teilen Sie jedem Kind ein Gummibärchen und einen Zahnstocher aus. Sagen Sie den Kindern, dass sie nach der Übung ein paar Gummibärchen essen dürfen. Dann fällt es ihnen leichter, das erste Gummibärchen nicht gleich zu verspeisen. Dann kann es losgehen. Jedes Kind nimmt seinen Zahnstocher und spießt das Gummibärchen am Rücken auf. Die Kinder halten ihr Gummibärchen am Zahnstocher fest. Fragen Sie die Kinder, an welchem Körperteil ihr Bärchen gewaschen werden muss. Die genannten Körperteile sollen mit der Zungenspitze berührt werden. Dazu spitzen die Kinder die Lippen und strecken die Zunge heraus.

Tipp: Die Geschichte von den Gummibärchen spielt im Sommer. Sie können die Geschichte auch im Herbst oder Winter stattfinden lassen: Die Gummibärchen folgen dann einem bunten Blatt, das im Wind davonflattert. Oder sie laufen einer tanzenden Schneeflocke hinterher.

Materialtipp:

Sie wollen Gummibärchen ohne Gelatine oder Zucker? Die gibt es in Biosupermärkten und Naturkostläden. Sie sind auf Fruchtsaftbasis hergestellt.

Gummibärchen auf Entdeckungsreise

Bevor Sie die Geschichte vorlesen tragen Sie am Ende des Textes den Namen Ihrer Stadt in die Lücke ein.

Die Geschichte
Es war einmal ein rotes Gummibärchen.
Es hatte vier Freunde: das gelbe, das grüne, das weiße und das orangefarbene Gummibärchen. Sie lebten im Gummibärchendorf. Gar nicht weit von hier. Sie mochten sich sehr und verbrachten viel Zeit miteinander.

Eines Tages sagte das rote Gummibärchen: „Ich habe eine Idee! Lasst uns eine Entdeckungsreise machen.“ „Au ja!“, riefen das gelbe und grüne Gummibärchen. Das weiße und das orangefarbene Bärchen schlugen Purzelbäume vor Freude. Gesagt, getan. Die Fünf packten ihre Rucksäcke. Das Abenteuer konnte beginnen.

Die Bärchen wanderten viele Stunden. Über Felder und Wiesen. Durch Wälder und Täler. Die Sonne brannte. Sie schwitzten. Und wurden müde. „Sollen wir eine Pause machen?”, fragte das rote Bärchen. „Ja“, sagten die anderen, „das machen wir.“

Die fünf Freunde setzten sich ins Gras. Sie aßen ihre Brote und ruhten sich aus. Da kam ein Schmetterling
angeflogen. Er hatte ein wundervolles Muster auf seinen Flügeln. „Schaut mal, wie schön er ist!“, rief das weiße Bärchen. Auch die anderen waren begeistert. Der Schmetterling drehte ein paar Runden in der Luft. Dann setzte er sich … direkt auf die Nase des gelben Bärchens. Das Bärchen spürte ein Kribbeln. „Ha-ha-hatschiiiii!“, nieste es.

Der Schmetterling erschrak und flatterte davon. Die fünf Gummibärchen liefen hinterher. Sie wollten
sehen, wo der Schmetterling hinflog.

Sie liefen und liefen. Und hatten nur Augen für den Schmetterling. Und der flog über eine große  Matschgrube. Es platschte. Fünfmal, um genau zu sein. Ein Bärchen nach dem anderen flog in den Matsch. „Igitt, wie eklig!“, jammerten sie. Sie schüttelten sich und kletterten wieder aus der Grube. Alle Bärchen waren von oben bis unten mit Matsch beschmiert. „Und was machen wir jetzt?“, fragte das grüne Bärchen. „So schmutzig können wir unsere Reise nicht fortsetzen. Wir müssen den Matsch loswerden.“

Die fünf Freunde machten sich auf die Suche nach einer Waschgelegenheit. Sie liefen und liefen. Über Felder und Wiesen. Durch Wälder und Täler. Aber nirgendwo konnten sie sich waschen. Endlich kamen sie zu einem Ortsschild. „Was steht denn da?“, fragte das grüne Bärchen. Das orangefarbene kam nach vorn. ____________________, las es vor.

„Das ist gut“, sagte das rote Bärchen. „Hier gibt es bestimmt einen Kindergarten. Und jeder Kindergarten
hat eine Gummibärchen-Waschanlage. Das wird uns weiterhelfen.“ Und so machten sich die fünf matschigen Freunde auf den Weg zum nächsten Kindergarten.

Und jetzt ratet mal, wo die fünf Bärchen gelandet sind.

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Geschichte, Mundmuskulatur, Sprachförderung, Ü3

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