Vertrauen schafft Nähe – Der Dialog mit Eltern mit Migrationshintergrund

In Kindertageseinrichtungen gibt es immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund. Damit Sie allen Kindern gleiche Bildungschancen bieten, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern besonders wichtig. In einer Erziehungspartnerschaft entscheiden Sie gemeinsam, wie Sie das Kind am besten fördern. Passende Anregungen finden Sie hier in unserer Beitrags-Zusammenfassung.

Text: Stephanie Geßner | Foto: Rawpixel/Thinkstock

Die entsprechenden Materialien (M1; M3) finden Sie in KOMPASS Kita-Leitung.

Ins Gespräch kommen – im Gespräch bleiben

Vertrauen, etwas gemeinsam erleben und miteinander sprechen – Kommunikation lebt von der Pflege dieser gemeinsamen Momente. Vergessen Sie dabei nicht, miteinander zu lachen und Spaß zu haben. So bauen Sie eine lang anhaltende und herzliche Beziehung zu Eltern mit Migrationshintergrund auf.

So gehen Sie vor

Schritt 1 – So gewinnen Sie das Vertrauen der Eltern

Eltern mit Migrationshintergrund sind am Anfang meist zurückhaltend. Häufig fühlen sie sich zum Beispiel aufgrund ihrer fehlenden Sprachkenntnisse unsicher. Nehmen Sie den Eltern ihre Unsicherheit, indem Sie ihnen schon beim Eintreten in Ihre Einrichtung zeigen, dass jeder willkommen ist.

Hängen Sie dazu das Plakat Herzlich willkommen in Ihrer Einrichtung auf. Hier können sich alle Familien mit Migrationshintergrund eintragen und zeigen, was Herzlich willkommen in ihrer Sprache bedeutet. Vertrauen ist wichtig, um eine Beziehung zu den Eltern aufzubauen. Sie ist die Grundlage für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft.

Schritt 2 – So erkennen Sie die Stärken der Eltern

Auch wenn die Eltern die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, bringen sie doch wertvolle Fähigkeiten mit. Finden Sie heraus, welche das sind, zum Beispiel bei Anmeldegesprächen, Tür-und-Angel-Gesprächen oder bei Gesprächen mit dem Kind.

Tragen Sie diese Fähigkeiten und alle anderen Informationen in das Infoblatt (M 1) ein. So kennen Sie die Fähigkeiten der Eltern und beziehen sie gezielt in Ihre Arbeit ein. Die Eltern erfahren so Anerkennung und haben das Gefühl, etwas Wertvolles beizutragen. Sie begegnen Ihnen auf Augenhöhe.

Schritt 3 – So führen Sie ein erfolgreiches Entwicklungsgespräch

Ist eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut, sind die Eltern bereit, offen über ihr Kind zu sprechen. Der Gesprächsleitfaden (M 3) hilft Ihnen bei der Vor- und Nachbereitung. Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre, indem Sie sich vorher erkundigen, was in dem jeweiligen Land als gastfreundlich empfunden wird. Meist reichen warme Getränke und Gebäck.

Zeigen Sie den Eltern mit Fotos, welche Bildungsbereiche es gibt. So verstehen die Eltern, was ihre Kinder bei Ihnen lernen. Welche Stärken hat ihr Kind? Wo braucht es Unterstützung? Und wie kann es am besten gefördert werden? Darüber treffen Sie gemeinsam Entscheidungen. Halten Sie diese fest. Sie dienen als Gesprächsgrundlage für das nächste Entwicklungsgespräch.

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