Wildblumenwiese Kita im Kitagarten

Eine Wiese in der Socke – Ein Experiment mit Wiesenblumensamen

Eine Wiese mit wilden Blumen oder Unkräutern im Sommer ist einfach toll. Leider sind echte Wildblumenwiesen inzwischen sehr selten geworden. Mit diesem kleinen Experiment kann sich jedes Kind seine eigene kleine Blumenwiese anlegen.

Text: Tina Scherer, Bild: Zero Creatives/GettyImages

Info:

  • ab 4 Jahren
  • maximal 8 Kinder
  • Dauer: 40 Minuten (ohne Wartezeit)

Material:

  • 1 Wiese mit blühenden Blumen oder Kräutern
  • Ausrangierte flauschige Mikrofaser- oder Wollsocken
  • Blumentöpfe
  • Blumenerde
  • 1 Schere
  • 1 Gießkanne

So geht’s:

Die Kinder ziehen die flauschigen Socken an. Dazu können sie ihre eigenen Schuhe und Strümpfe zunächst ausziehen. Mit den Flauschsocken laufen die Kinder mehrmals durch die Wiese.

Wer nicht nur auf Strümpfen durch die Wiese laufen möchte, der zieht die Strümpfe einfach über seine Schuhe.

Gemeinsam prüfen Sie nach: Haben sich schon Pflanzensamen an die Strümpfe geheftet? Manche, aber nicht alle, sind mit bloßem Auge zu erkennen. Lieber einige Runden mehr auf der Wiese drehen!

Alle Wiesensocken sammeln Sie in einer großen Plastiktüte (oder jedes Kind in einer eigenen Tüte) und nehmen sie mit in die Kita.

Dort kann sich jedes Kind einen Blumentopf vorbereiten: Den Blumentopf etwa zur Hälfte mit Erde füllen, dann den Strumpf mit der Sohle nach oben auf die Erde legen und mit ganz wenig Erde bedecken.

Auch möglich: Die Sohle aus dem Strumpf schneiden und nur die Sohle in den Blumentopf legen. Gießen und auch in den folgenden Tagen immer wieder gießen. Nach einigen Tagen, spätestens zwei Wochen, zeigen sich die ersten grünen Hälmchen in den Blumentöpfen.

Wie Pflanzen wandern

An die Strümpfe können sich die Pflanzensamen besonders gut anheften und lassen sich so über einen längeren Weg hinweg transportieren. Auf diese Weise sind sogar Pflanzen von andere Kontinenten zu uns nach Europa gekommen.

An den Sohlen von Schuhen haben sie Flug- oder Schiffreisen überstanden und sich dann bei uns ausgesät. Schon der berühmte Forscher Charles Darwin entdeckte das vor über 150 Jahren, als sich Samen von Pflanzen in den Rillen seiner Schuhe mit Erde vermischt hatten.

Eltern-Tipp:

Diese Aktion eignet sich auch für ein Sommerfest, sofern Sie eine Wildblumenwiese in der Nähe haben. Hier kann jede Familie einen eigenen Strumpftopf besäen und anschließend mit nach Hause nehmen.

Wie groß sind Pflanzensamen?

Manche Pflanzensamen können die Kinder gut sehen und auch anfassen: Sonnenblumenkerne beispielsweise lassen sich, wenn die Blüte langsam welkt, sehr gut herauslösen.

Die großen, kümmelkornähnlichen Samen von Wiesenkümmel, Bärenklau und Waldengelwurz können die Kinder auch sofort mit dem bloßen Auge erkennen. Ab dem Spätsommer treten sie an die Stelle der kleinen, weißen Blüten.

Und auch die kratzigen, runden Kletten vom Wiesenlabkraut kennen alle Kinder bestimmt. Andere Samen sind so winzig, dass man sie höchstens als ganz kleine Pünktchen wahrnehmen kann.

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