Aus Alt mach Neu! – Einführung in das Thema Upcycling

Wieso sollen wir schon kleine Kinder an das Thema Ressourcen schonend heranführen? Der Klimawandel ist in aller Munde. Fast täglich hören, lesen und sehen wir in den Medien Berichte über Hitzewellen, Hungersnöte, Überschwemmungen und schmelzende Eisflächen. Wir wissen, dass die Ressourcen der Erde begrenzt sind und wir Möglichkeiten finden müssen, unseren Planeten vor weiterer Ausbeutung und Zerstörung zu schützen.

Text: Nach Yvone Wagner
Bild: ©Jacobs Stock Photography Ltd /GettyImages

Einführung Upcycling

Kinder wollen lernen, erfahren und erleben. Sie sind offen und neugierig und haben eine natürliche, positive Haltung zu Natur und Umwelt. In diesem Projekt werden die Mädchen und Jungen zum Sprechen angeregt und erweitern ihren Wortschatz. Mit den verschiedenen Bausteinen unterstützen und nutzen Sie diese Haltung der Kinder, um ökologisch sinnvolles Verhalten zu vermitteln und damit früh ein Verantwortungsbewusstsein und ein umweltbewusstes Konsumverhalten der Kinder zu fördern.

Auf einen Blick

Lernstufe: III (Fortgeschrittene)
Gruppe: 6 bis 10 Kinder
Ziel: Wortschatz erweitern, Umweltbewusstsein und Wertschätzung der natürlichen Ressourcen entwickeln, eigenes Konsumverhalten überdenken
Wortschatz: Altpapier, Flohmarkt, Müll, Müllberg, Plastik, Secondhand, Umwelt, Umweltschutz, wiederverwerten
Redemittel: Wir schützen…, Ich baue mir…, Brauche ich das…, Was passiert wenn…, Wir tauschen…

Einführung

Material: Müllberge – Bildkarte zum Kopieren (M1 siehe unten)
Was Sie zusätzlich benötigen: Werbeprospekte von Supermärkten etc.
Vorbereitung: Sammeln Sie einige Werbeprospekte von Supermärkten, ideal sind auch großflächige Werbungen in Zeitschriften.

Schritt 1: Wir betrachten Werbeprospekte

Setzen Sie sich mit den Kindern im Kreis auf den Boden (Teppich). Geben Sie die Prospekte herum, sodass die Kinder mindestens zu dritt einen Prospekt betrachten können. Lassen Sie die Mädchen und Jungen ein paar Minuten die Bilder anschauen und sich darüber austauschen, ohne etwas dazu zu sagen.

Schritt 2: Wir sprechen über unsere Bedürfnisse und unser Konsumverhalten

Fragen Sie die Kinder, ob sie in den Prospekten etwas entdeckt haben, was ihnen gefällt, was sie gern hätten oder was sie schon haben. Lassen Sie sie erzählen.
Fragen Sie dann weiter, ob es wichtige Sachen sind, Sachen, die sie unbedingt brauchen. Sicher können die Kinder das verneinen. Gemeinsam versuchen die Mädchen und Jungen aus den Prospekten das herauszusuchen, was man wirklich braucht.
Nun können sich die Kinder darüber austauschen, warum sie all das haben möchten.

Fragen Sie die Kinder

  • Was ist so toll daran?
  • Wieso fällt es ihnen im Prospekt auf oder woher kennen sie es?
  • Ist es nötig, all das zu haben?
  • Und was wäre, wenn man sich nicht ständig neue Sachen wünschen würde?

Vielleicht gibt es Kinder in der Gruppe, die zwar Wünsche haben, aber sie nicht erfüllt bekommen. Nur wenn sie möchten, erzählen sie, welche Sachen sie bekommen, oder wie sie damit umgehen, wenn sie z. B. alte Kleider von Freunden auftragen oder Spielzeug bekommen, das jemand hergibt.

Tipp: Predigen Sie nicht vom schlechten Konsum, sondern versuchen Sie, die Kinder selbst verstehen zu lassen, wie unnötig die vielen Sachen sind, die sie so gern hätten. Im Laufe des Projekts werden sie bestimmt merken, dass es möglich ist, mit wenig und mit alten Sachen vollkommen zufrieden zu sein.

Schritt 3: Wir sprechen über Müll

Zeigen Sie nun die Bilder vom Müll (M 1) und lassen Sie sie eine Weile auf die Kinder wirken (am besten werden die Bilder herumgegeben). Was können die Kinder auf den Bildern erkennen und was empfinden sie, wenn sie den Müll sehen? Was wissen sie darüber, wie solche Müllberge entstehen und welche Auswirkungen auf die Umwelt und unser Leben die Massen an Müll haben? Regen Sie nach einer Weile an, darüber nachzudenken, wie sich Müll vermeiden lässt. Richten Sie die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Möglichkeit des Recyclings und Upcyclings und erklären Sie, wie es funktioniert.

Gut zu wissen
Recycling: Material/Produkte werden sortiert und so lange in ihre Bestandteile zerlegt, bis sich das Grundmaterial herauslöst. Aus dem Material können neue Sachen entstehen. Z. B.: Alte Zeitungen werden gereinigt, aufgeweicht, entfärbt und zu neuem Papier bzw. Pappe verarbeitet.
Upcycling: Material/Produkte werden als Ganzes oder in Teilen zu neuen Produkten verarbeitet. Wenn möglich werden die alten Produkte damit aufgewertet („Up“). So entsteht z. B. aus einer alten Jeans ein Turnbeutel oder aus alter Zeitung ein gefalteter und geflochtener Korb.

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Ressourcen, Sprachförderung, Umwelt, Upcycling

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