13.12.2022
Sibylle Münnich

Meine Komfortzone ist lilagelb

Eine Übung, um den eigenen Ruheort zu etablieren.

Sicherlich kennen Sie den Satz: „Du musst mal raus, aus deiner Komfortzone!“ Ich interpretiere diese Aussage meist so, dass man was Neues ausprobieren, an eigene Grenzen gehen und sich auf Ungewohntes einlassen soll. Dies erweitert den Horizont, schafft neue Perspektiven und unterstützt die persönliche Weiterentwicklung. Doch bevor man die Komfortzone verlassen kann, muss man erst einmal eine haben. Denn Komfortzonen sind wichtige Rückzugs- und Ruheorte und somit wichtige Orte zum Krafttanken.

Deshalb mein Impuls für Sie als Kitaleitung: Schaffen Sie für sich und wenn Sie möchten auch für Ihr Kita-Team eine Komfortzone.

Überlegen Sie sich:

  • W o ist ein Ort, an dem Sie sich Ihre (kleine) Komfortzone einrichten können?

Dabei ist es egal, wie groß der Ort ist. Es kommt nicht auf die Quadratmeterzahl an.

Auch kleine Flächen können zur Komfortzone werden.

  • Was brauche ich, damit dieser Ort mir Kraft schenkt?

Beachten Sie dabei Ihre Lieblingsfarben und -motive für Fotos und Bilder, ein schönes Buch oder eine leise Musikquelle mit Ihrer Lieblingsmusik.

Diese Übung können Sie auch mit Ihrem Team machen:

  • Wie gestalten wir den Pausenraum oder den Personalraum, damit er zu einer Komfortzone wird, in der wir uns erholen können? Oder in die wir gehen, wenn wir positive Energie brauchen?

Wenn wenig Platz vorhanden ist, können Sie auch eine Ecke mit Ihrem Team gestalten, die als Komfortzone eingerichtet wird.

Wichtig:

1. Schritt: Sammeln Sie zunächst Wünsche Ihrer Mitarbeitenden. Diese müssen erst einmal nicht auf Machbarkeit überprüft werden. Was wünsche ich mir für die Team-Komfortzone?

2. Schritt: Ordnen Sie diese dann nach Prioritäten, jede:r bekommt ein bis zwei Stimmen. Welcher Wunsch ist mir besonders wichtig für die Team-Komfortzone?

3. Schritt: Wie können wir diese Wünsche so umsetzen, dass die Komfortzone für alle Mitarbeitenden passt? Kleben Sie die einzelnen Komponenten auf ein Papier und „designen“ Sie gemeinsam die Komfortzone.

4. Schritt: Überprüfen Sie die Komfortzone auf Wirksamkeit. Geben Sie sich gemeinsam zwei Monate Zeit, in der Sie diesen Raum auf Ruhe und Erholung testen. Reflektieren Sie dann, was Sie verändern bzw. weiterentwickeln müssen.

Sibylle Münnich arbeitete in der Erwachsenenbildung und gestaltete schon mit so manchem Team eine Komfortzone. Ihre eigene mag sie auch.

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