14.07.2021
Claudia Hohloch
creacart; Colorlife // GettyImages

Die Ozeane versinken im Müll – Mikroplastik in unseren Meeren

Wir kennen alle die Bilder von Plastikteppichen, die das Meer bedecken. Längst gibt es findige Unternehmen, die Kleidung aus Plastikflaschen oder Gummiresten herstellen. Doch: Bei jedem Waschgang, den eine Jacke oder eine Hose aus Plastikfasern durchläuft, werden synthetische Fasern freigesetzt, die ins Abwasser gelangen. Dieses sogenannte Mikroplastik ist biologisch nicht abbaubar und bleibt im Meer. Ein Blick auf den Waschzettel lohnt sich also.

Quellen von Mikroplastik in den Meeren

  • Synthetische Textilien: 35 %
  • Reifenabrieb: 28 %
  • Stadtstaub: 24 %
  • Straßenmarkierungen: 7 %
  • Sonstiges (z. B. Körperpflegeprodukte): 6 %

Wo steckt überall Plastik drin?

Schatzkiste:

  • Kleidung aus synthetischen und natürlichen Fasern
  • Pflegeprodukte mit und ohne Mikroplastik
  • Glas mit getrockneten Linsen oder Zucker

Marie und Nick wissen inzwischen, dass unsere Umwelt auch durch Mikroplastik gefährdet wird. Mikro heißt „klein“ – doch wie kann etwas Kleines gefährlich sein? Kennt ihr vielleicht etwas, was klein ist und gefährlich sein kann? (Kinder nennen ihre Ideen, z. B. Stechmücke oder Spreißel). Mikroplastik ist oft nur 5 mm groß oder sogar winziger – kleiner also als die Linsen in diesem Glas. Nick weiß, dass Mikroplastik deshalb so gefährlich für unsere Umwelt ist, weil es sich nicht von allein zersetzt. Wenn es Fische essen, können sie daran sterben – oder wir nehmen es in uns auf, wenn wir den Fisch essen. Verpackungsmaterialien aus Plastik habt ihr schon kennengelernt, doch es gibt auch viele andere Dinge, worin Plastik steckt, ohne dass wir es ahnen, zum Beispiel in Kleidung, Schuhen, Taschen oder Cremes. Was denkt ihr – was aus der Schatzkiste ist aus synthetischen und was aus natürlichen Fasern? Welche Cremes oder Zahnpasten enthalten synthetische Fasern und welche kommen ohne aus? (Kinder dürfen sortieren) Fallen euch Unterschiede bei den Produkten auf? (z. B. Farbe, Geruch …)

Experiment: Mikroplastik sichtbar machen

Material:

  • Kaffeefilter
  • Filtertüte
  • Glas Wasser
  • ein Produkt mit Mikroplastik
  • Auffangbehälter
  • Löffel

Die Filtertüte in den Kaffeefilter stecken und diesen dann auf den Auffangbehälter stellen. Mikroplastik-Produkt in Wasser auflösen und in den Filter gießen. Ist das Wasser abgelaufen, wird die Filtertüte vorsichtig aufgeklappt: Kann man das Mikroplastik sehen? Je nach Größe oder Farbe kann es sein, dass man es nur spürt, wenn man sanft mit dem Finger darüber streicht. Das Mikroplastik kann auch mit dem Löffel abgeschabt und getrocknet werden. Dadurch wird es sehr gut sichtbar.

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