Der Trick mit dem Spinatstrumpf – Ostereier färben mit Naturmaterialien

20.03.2019

Text: Marion Bischoff, Bild: izzzy71/GettyImages

Wenn Sie Naturmaterialien zum Eierfärben nutzen, geht dies ein wenig anders, als wenn man chemische Farben verwendet. Damit Kinder nicht am kochenden Wasser hantieren, bietet sich ein kleiner Trick an, für den jedes Kind einen Nylonstrumpf benötigt.

 

 

 

Info

  • ab 3 Jahren
  • die gesamte Gruppe
  • Dauer: etwa 30 bis 40 Minuten

 

Material

  • Frische Eier (möglichst in Bioqualität)
  • Karotten, getrocknete Heidelbeeren, Zwiebelschalen, Kurkuma, Spinat, Rotkohl, grüne Walnussschalen, Malvenblüten
  • Nylonstrümpfe
  • Topf
  • Wasser
  • Schnur

 

Sortieren Sie gemeinsam die Färbematerialien in Schalen. Besprechen Sie mit den Kindern, was die einzelnen Schalen enthalten:

 

Grüne Nussschalen von Walnüssen für braune Eier

 

Frische Rotkohlblätter für blauviolette Eier

 

Kurkuma (Pulver aus dem Gewürzregal) für gelbe Eier

 

Zwiebelschalen für orangefarbene Eier


Getrocknete Heidelbeeren für violette Eier

 

Frische Spinatblätter für grüne Eier


Karottenschalen für orangegelbe Eier

Malvenblüten (etwa einfacher Malventee) für türkisgrüne Eier

 

 

Jedes Kind legt Färbematerialien in einen Seidenstrumpf und ein rohes Ei mit hinein. Mit der Schnur bindet es den Strumpf zu, sodass weder das Ei noch die Färbematerialien herausrutschen können. Dabei sollten die Kinder darauf achten, dass rund ums Ei verschiedene Färbematerialien liegen. Nun geben Sie den Eierstrumpf ins kochende Wasser und kochen das Ei für etwa 7 bis 8 Minuten. Mit einem Schaumlöffel holen Sie es wieder heraus und legen es zum Abkühlen beiseite.

Nach etwa 30 Minuten packen die Kinder ihre Eier aus. So haben sie ganz individuelle Färbeergebnisse erzielt.

Machen Sie auch ein kleines Experiment daraus: Lassen Sie die Kinder mit mehreren Eiern ausprobieren, welcher Naturstoff welche Farbe ergibt und wie man die Farbe intensivieren (mehr Färbematerial, längere Kochzeit) oder heller machen (wenig Material von nur einer Sorte) kann.

 

U3-Tipp

Auch die jüngeren Kinder können mitfärben. Hier verwenden Sie allerdings keine kleinteiligen Materialien wie krümeligen Tee, sondern größere Gemüseschalen, die die Kinder gut greifen können. Das Bestücken des Nylonstrumpfs ist für die Kleinen schon eine große motorische Aufgabe, bei der Sie helfen können, falls das Ei sonst zerbrechen würde.

 

Eltern-Tipp

Auch zu Hause fallen Karotten- und Rotkohlschalen an? Ermutigen Sie die Eltern zum Färben mit Gemüseresten und Tees. Hier können beispielsweise abgelaufene Tees von Malve oder Matetees (färben gelb oder hellgrün) zum Färben benutzt werden.

 

Zusatz-Tipp

Die Strümpfe können problemlos mehrfach verwendet werden. Um keine Lebensmittel zu verschwenden, verwenden Sie am besten nur die äußeren, kaum zum Verzehr geeigneten Blätter von Rotkohl und Spinat sowie nur äußere Schalen von Zwiebeln und die Schalen von Karotten statt der ganzen Karotte. Oft werden im Internet auch andere Pflanzen und sogar Tiere (Krapp, Sandelholz, Cochenilleläuse und andere) zum Eierfärben vorgeschlagen. Nicht geeignet zum Selberfärben sind Krapp- oder Färberwurzeln und Rot- oder Sandelholz (Apotheke), denn hier können in der Wurzel enthaltene Giftstoffe durch kleine Risse in der Eierschale ins Ei gelangen. Auch auf das Färben mit Cochenilleläusen sollten Sie lieber verzichten: Tiere möchten Sie vielleicht aus ethischen Gründen nicht verwenden.

 

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