Augen auf und Ohren gespitzt! – Sinnesspiele in und mit der Natur

08.08.2017

Text: Melanie Fehring | Bild: Thinkstock/bogonet

Die Wiese, der Waldrand oder auch der eigene Garten können sehend, hörend, tastend, riechend oder auch schmeckend ausgekundschaftet werden. Mit diesen Sinnesspielen entwickeln die Kinder ein Gespür  für die Natur und deren Vielfalt. Raus aus der Kita und rein in ein Abenteuer der Sinne!

Augen auf
Regen Sie die Kinder dazu an, aufmerksam durch Wiesen und Wälder zu streifen, damit sie auch Unscheinbares wahrnehmen. Weisen Sie sie auf kleine Tiere, unspektakuläre Pflanzen oder Sonnen-Schatten-Spiele hin und spielen Sie mit ihnen „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Ein Kind beschreibt mit einem Adjektiv etwas aus der Natur (Beispiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rot-schwarz“), und die anderen raten so lange, bis einer die Lösung gefunden hat (Marienkäfer).
Lassen Sie sich zwischendurch auf einer Wiese nieder und geben Sie den Mädchen und Jungen Zeit, die Umgebung zu erkunden. So fördern Sie das genaue Hinsehen. Verteilen Sie hierzu – wenn möglich – Lupen.

Ohren spitzen
Um die akustische Wahrnehmung in der Natur zu schärfen, bekommen die Mädchen und Jungen
die Aufgabe, Geräusche zu hören. Für das Spiel legen sich alle Kinder auf den Rücken und halten
eine Faust in die Luft. Bei jedem neuen Ton, wie etwa dem Rauschen des Windes, einem herabfallenden
Blatt oder einer summenden Biene, dürfen die Kinder einen Finger aus der Faust nehmen
und ausstrecken. Wer als Erster alle fünf Finger ausgestreckt hält und auch alle gehörten Geräusche
benennen kann, hat gewonnen.

Fühlen und erraten
Sammeln Sie mit den Kindern Naturgegenstände, wie beispielsweise ein Blatt, ein paar Grashalme, ein Stück Rinde, einen Ast, etwas Sand oder Erde. Packen Sie alles zusammen in eine Dose. Reihum versuchen die Kinder mit geschlossenen Augen, die Materialien durch Ertasten zu erraten. Damit alle zum Zug kommen, darf jedes Kind pro Runde nur einen Gegenstand benennen.

Beschreiben und malen
Lassen Sie die Kinder Zweiergruppen bilden. Abwechselnd wählen die Mädchen und Jungen einen Gegenstand aus, der in der Natur vorkommt, wie ein Zweig oder eine Blume. Dieser wird dem Partner beschrieben, während der versucht, die gewählte Sache nach der mündlichen Beschreibung nachzuzeichnen.

Pflanzen suchen
Wählen Sie zehn verschiedene Pflanzen aus und legen Sie sie auf ein Tuch. Die Kinder versuchen
nun einzeln oder in kleinen Gruppen, die Gewächse anhand der Merkmale der Blüten und Blätter in
der Umgebung zu finden. Wer zuerst alle zehn Pflanzen beisammen hat, hat gewonnen.