Das Glückskäferchen auf der Kita-Wiese – Fantasiereise

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Ausruhen, massieren lassen und einer Geschichte lauschen – ob nach dem Aufwachen, vor dem Einschlafen oder einfach zwischendurch: Kleine Pausen im turbulenten Krippenalltag tun gut und helfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen und Kraft für neue Abenteuer zu sammeln. Mit der folgenden Fantasiereise mit dem Glückskäferchen können die Kinder sich erholen.

Idee: Marion Bischoff
Bild: ©Rawpixel/GettyImages

Alter: ab 2 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Ort: Wiese
Material: Picknickdecke

Und so geht’s:

Gehen Sie mit den Kindern auf eine Wiese und legen Sie die Decken aus. Jedes Kind sucht sich einen Platz und legt sich auf den Rücken mit Blick zum Himmel. Kürzen Sie bei jüngeren Kindern die Geschichte ab, bei älteren Kindern lesen Sie alles vor. Geben Sie den Kindern genügend Zeit, Sinneserfahrungen zu sammeln, indem Sie beim Lesen viele Pausen einbauen.

„Psst! He, hörst du mich? Ja, du, dich meine ich!“ Lisa hat sich gerade erst hingelegt, als sie das leise Stimmchen vernimmt. „Wer bist du?“, fragt sie und sieht sich um. „Ich bin ein Glückskäferchen, hier, auf deinem Finger.“ Und tatsächlich, ganz klein und fast nicht zu erkennen, sitzt ein Marienkäfer auf Lisas Fingerspitze. Lisa freut sich und hebt ihre Hand hoch. „Willst du wegfliegen?“ „Ehm, ja. Und ich nehme dich mit. Hast du Lust?“ „Ich kann doch gar nicht fliegen!“ Lisa guckt das Glückskäferchen enttäuscht an. „Natürlich! Im Traum kann man alles. Komm. Ich nehme dich mit.“ Das Glückskäferchen breitet seine Flügel aus und hebt ab in die Luft. Es summt vor Lisas Nase herum und setzt sich dann neben ihr Ohr. Leise flüstert es. „Wir machen eine Reise mit den Wolken. Los geht’s!“

Fantasiereise mit dem GLückskäferchen | aus dem Krippen-Jahreszeitenbuch Streichelspiele & Massagegeschichten

Wieder hört Lisa das sanfte Summen und lauscht der Stimme des Glückskäferchens. „Wir heben ab im Traum, ganz langsam geht es hinauf in die Luft. Höher als die großen Bäume am Waldrand, immer weiter hinauf zu den Wolken. Der warme Sommerwind hilft uns beim Aufsteigen, er treibt uns an und hält uns zugleich. Manchmal hört es sich an, als würde er singen. Psst. Hörst du, wie er leise rauscht und die Blätter bewegt? Wie er den Wolken Schwung gibt, sie zusammenschiebt und dann wieder auseinanderzerrt?

Der Sommerwind nimmt dich mit – hinauf zu der dicken weißen Wolke. Kannst du sie sehen? Wie sie sich verändert? Wie sieht sie aus? Etwa wie ein Elefant? Oder eine Maus? Wie ein Apfel oder ein Motorrad? Schau nur, wie der Wind sie mitnimmt, vorbei an uns und weiter über die Bäume. Da kommt schon die nächste Wolke heran, noch dicker. Wie ein riesiges Bett aus Watte. Da kann man hineinfallen und die Augen schließen. Die Wolken halten dich, sie bringen dich zum Zauberhimmel.

Schau nur genau hin. Der Zauberhimmel wartet auf dich. Mal ist er blau, mal fast rosa. Er wartet auf die Wolken, watteweiche Wolkenberge, in denen man sich verstecken kann und die immer neue Bilder zeigen. Kannst du die Tierwolke sehen? Welches Tier ist es? Siehst du, wie es sich bewegt? Ist es weg? Dann schließe deine Augen für einen Augenblick. Was hörst du? Raschelt es im Gras? Sind es die Blätter der Bäume? Singen die Vögelchen?
Nun öffne deine Augen wieder. Gibt es eine neue Wolke über dir? Magst du sie noch einmal berühren? Strecke deinen Arm aus. Die sanfte Wolkenmasse fühlt sich ganz zart an. Dann verabschiede dich von der Wolke.

Vorsichtig fliegen wir zurück zur Erde und du liegst wieder im Gras. So zart wie die Wolke sind die Grashalme neben dir. Streichle sie. Spürst du, wie sie deine Hände kitzeln? Setze dich auf, lege deine Wange auf die Spitzen der Halme. Sie berühren deine Haut. Atme tief ein. Dann riechst du den feinen Duft der Erde, auf der du sitzt, und kannst die Blümchen riechen, die hier auf die Bienen warten.“

Weißt du, hier auf der Wiese ist es so schön gemütlich. Hier kann man sich ausruhen und den Tag genießen. Hier, wo die herrlichen Gräser sprießen. Die Sonne wärmt hier die Erde und der Wind weht sacht. Hier duften die Blumen und die Erde gibt acht. Und das Glückskäferchen besucht dich, es summt leise und herrlich.

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Fantasiereise mit dem GLückskäferchen | aus dem Krippen-Jahreszeitenbuch Streichelspiele & Massagegeschichten

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